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Das war die Uefa Cup Gruppenphase 2008/09

2008-12-19
In seiner Abschiedssaison geizte der Uefa Cup auch in der Gruppenphase nicht mit Überraschungen. Zum letzten Mal standen sich in den Gruppen jeweils fünf Teams gegenüber, von denen nur drei aufsteigen können. So manch prominenter Klub blieb dabei auf der Strecke.

Bitteres Bangen in Gruppe A
Schalke 04 war zum Zuschauen verdammt. Die vor dem letzten Spieltag auf dem dritten Platz liegenden Gelsenkirchener hatten spielfrei und mussten auf Schützenhilfe der bereits qualifizierten Mannschaften Manchester City und Twente Enschede hoffen. Doch sowohl die Citizens (1:3 gegen Racing Santander) als auch das Team von Marko Arnautovic (0:4 gegen Paris St. Germain) hatten keine Chance gegen den Siegeswillen ihrer Kontrahenten. Geradezu in einem Fotofinish entschied am Ende die bessere Tordifferenz zu Gunsten der Franzosen.

Gruppe B statt Champions League
Mit Galatasaray Istanbul, Olympiakos Piräus, Benfica Lissabon wurden gleich drei ehemalige Teilnehmer aus den letzten Spielzeiten der Champions League in die Gruppe B der Uefa Cup Gruppenphase gelost. Hinzu kamen Hertha BSC und die große Unbekannte Metalist Kharkov aus der Ukraine. Drei 1:0-Siege und ein 0:0-Remis bescherten den effizienten Ukrainern schlussendlich Platz 1. Während sich auch die Türken bereits auf die Auslosung der k.o.-Runde freuen konnten, waren die Portugiesen schon fix ausgeschieden. So wurde der begehrte dritte Platz im direkten Duell Olympiakos – Hertha ausgespielt. Die Griechen ließen den Berlinern keine Chance und siegten zu Hause 4:0.

Überraschendes Out für Sevilla
In Gruppe C stand Standard Lüttich bereits vor dem letzten Spieltag als Gruppensieger fest. Im Dreikampf um die Aufstiegsplätze zog überraschenderweise Salzburg-Bezwinger Sevilla den Kürzeren. Der Uefa-Cup-Sieger von 2005/06 und 2006/07 unterlag im direkten Duell auswärts Sampdoria Genua, während Stuttgart klar mit einem 3:0 gegen Lüttich Platz 2 fixierte. Partizan Belgrad wurde punktelos und mit nur einem erzielten Tor abgeschlagen Gruppenletzter und war somit eine der größten Enttäuschungen der diesjährigen Gruppenphase.

Kein Happy End für Stranzl-Klub
Das 2:2-Unentschieden (Stranzl nur auf der Bank) bei Tottenham Hotspur reichte zwar den Londonern zum Aufstieg, für Spartak bleib jedoch am Ende nur Platz 4. Grund hierfür war der 2:0-Heimsieg von Überraschungsteam NEC Nijmegen gegen den bereits feststehenden Gruppensieger der Gruppe D Udinese Calcio. Komplettiert wurde die Gruppe von Dinamo Zagreb, das als spielfreies Team bereits alle Chancen auf einen Aufstieg verspielt hatte.

Wolfsburg verteidigt Tabellenführung in Gruppe E
Im Duell um die bessere Ausgangsposition für die Auslosung reichte dem VfL Wolfsburg ein 2:2 gegen den AC Milan. Damit bleiben auch beide Mannschaften in der Gruppenphase unbesiegt. Die Wolfsburger können sich zudem darüber freuen, gleich 13 Mal genetzt zu haben – so oft wie sonst niemand in der Gruppenphase. Bereits vor dem letzten Spieltag standen die Aufsteiger fest. So konnte der Klub von Roland Linz, Sporting Braga, als spielfreies Team in Ruhe dem 3:0-Sieg von Portsmouth über Heerenveen zusehen.

Klare Verhältnisse in Gruppe F
Mit dem Hamburger SV, Ajax Amsterdam und Aston Villa setzten sich die großen Namen in der Gruppe F durch. MSK Zilina war bereits vor ihrem spielfreien Tag ausgeschieden und auch Slavia Prag nutzte das Unentschieden bei Ajax nur zur Ehrenrettung. Im Duell um Platz 1 besiegte der HSV Aston Villa daheim mit 3:1.

FC Kopenhagen komplettiert das Trio
Der FC Kopenhagen mit den Ex-Austrianern Libor Sionko und Mikael Antonsson bezwang im Entscheidungsspiel um Platz 3 auswärts den FC Brügge mit 1:0. Bereits fix qualifiziert waren AS St.-Etienne und der FC Valencia. Während der französische Traditionsklub in der heimischen Liga schwächelt, waren die Leistungen im Uefa-Cup durchwegs passabel. Valencia reichte nur ein Sieg und drei Remis zu Platz 2. Im direkten Duell behielten sowohl die Franzosen als auch die Spanier ihre weißen Westen und trennten sich 2:2. Am anderen Ende der Tabelle trauert Rosenborg Trondheim sieglos den Tagen als norwegischer Serienmeister und Stammkunde in der Champions League nach.

Lech Poznan sorgt wieder für Spannung
Große Überraschungen lieferte die Gruppe H des Uefa Cup. Zum einen qualifizierte sich Austria Wien Bezwinger Lech Poznan doch noch für die k.o.-Phase. Schon der Aufstieg gegen die Wiener Austria wurde geradezu in letzter Sekunde fixiert. Zum anderen blamierte sich Feyenoord Rotterdam bis auf die Knochen. Vier Niederlagen und ein Torverhältnis von 1:10 machen die Niederländer zum schlechtesten Team der Gruppenphase. Den Gruppensieg holte sich ZSKA Moskau souverän mit vier Siegen und 12 geschossenen Toren vor Deportivo La Coruna. AS Nancy rutschte nach dem letzten Spieltag doch noch auf Rang 4.

Das Teilnehmerfeld für die nächste Runde des Uefa Cup wird von den Tabellendritten der Champions League Gruppen komplettiert.

Hier findest Du die Auslosung:

Die Runden der letzten 32 und letzten 16 im Uefa Cup 2008/09



Autor: ogris7

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