Die Saison 2008/09 der österreichischen Fußball-Bundesliga ging am Pfingstsonntag mit der 36. Runde zu Ende.
Red Bull Salzburg stand bereits zwei Spieltage vor Schluss als neuer Österreichischer Meister fest. Zu klären war noch die Abstiegsfrage, der Kampf um das letzte Ticket für die UEFA Europa League und ob
Marc Janko den Torrekord von Hans Krankl aus der Saison 1977/78 bricht. Euer LTP zieht ein kurzes Resümee über die abgelaufene Meisterschaft.
Ligakrösus Red Bull Salzburg wurde seiner Favoritenrolle gerecht und krönte sich zum zweiten Mal in der Ära Mateschitz zum österreichischen Fußballmeister. Die „Bullen“ standen bereits zwei Runden vor Schluss als neuer Meister fest, Trainer
Co Adriaanse muss die Mozartstädter dennoch verlassen. Sein Nachfolger für die neue Saison ist
Huub Stevens, der u.a. bereits Schalke, Hertha BSC, HSV und PSV Eindhoven betreute. Herausragender Akteur bei den Salzburgern war ÖFB-Stürmer Marc Janko, der bis zum Schluss im Rennen um den Goldenen Schuh ganz vorne lag und sich am Ende nur Diego Forlán (Atletico Madrid) und Samuel Eto'o (FC Barcelona) geschlagen geben musste. Insgesamt erzielte Janko in der abgelaufenen Saison 39 Meisterschaftstore. Damit verpasste er den Torrekord von Hans Krankl (41 Tore in der Saison 1977/78) um 2 Treffer.
SK Rapid Wien musste sich heuer mit dem Vizemeistertitel begnügen. Den Hütteldorfern fehlten am Ende 4 Punkte zur erfolgreichen Titelverteidigung. Rapid erzielte die meisten Treffer aller Bundesligisten (89 Tore), zudem war die Pacult-Elf die beste Auswärtsmannschaft. Das Duo Hoffer/Maierhofer brachte es auf 50 Saisontore. Erfolgreich verlief die Saison 08/09 auch für den Erzrivalen
FK Austria Wien. Die Veilchen wurden Dritter und gewannen – fast schon programmgemäß – den österreichischen Fußball-Cup. Im Finale besiegte Austria den Zweitligisten Trenkwalder Admira mit 3:1 n.V., damit war der vierte Cupsieg in Folge Realität.
Das letzte internationale Ticket sicherte sich
SK Sturm Graz. Die Foda-Elf verlor zwar am letzten Spieltag das direkte Duell gegen
SV Ried mit 2:3, sicherte sich aber dank der um 3 Treffer besseren Tordifferenz Platz 4 und somit einen Startplatz für die UEFA Europa League. Für die Innviertler blieb am Ende einer tollen Saison lediglich Rang 5. Eine bessere Platzierung verspielten die Gludovatz-Mannen aufgrund ihrer Auswärtsschwäche – nur 3 Siege in 18 Partien. Dafür blieb Ried als einzige Mannschaft im eigenen Stadion ungeschlagen (14 Siege, 4 Remis, Tordifferenz 40:9).
Im Kampf gegen den Abstieg gelang
SCR Altach am letzten Spieltag noch einmal ein überraschender 4:1-Auswärtssieg bei Meister RB Salzburg. Genützt hat es den Vorarlbergern wenig, denn
SV Mattersburg machte mit dem 3:1 über den LASK aus eigener Kraft alles klar. Nach 36 Runden fehlten Altach 3 Punkte zum Klassenerhalt. Nach 3 Jahren in der Bundesliga müssen die Vorarlberger nun den Gang in die 2. Liga antreten.
Endtabelle nach 36 Runden
| Platz | Verein | Spiele | S | U | N | Tore | Diff. | Punkte |
|---|
| 1 | Red Bull Salzburg | 36 | 23 | 5 | 8 | 86:50 | 36 | 74 |
| 2 | SK Rapid Wien | 36 | 21 | 7 | 8 | 89:43 | 46 | 70 |
| 3 | FK Austria Wien | 36 | 17 | 11 | 8 | 59:46 | 13 | 62 |
| 4 | SK Sturm Graz | 36 | 17 | 9 | 10 | 68:45 | 23 | 60 |
| 5 | SV Ried | 36 | 17 | 9 | 10 | 58:38 | 20 | 60 |
| 6 | SK Austria Kärnten | 36 | 11 | 8 | 17 | 47:57 | -10 | 41 |
| 7 | LASK Linz | 36 | 11 | 4 | 21 | 35:67 | -32 | 37 |
| 8 | SV Kapfenberg | 36 | 10 | 6 | 20 | 48:81 | -33 | 36 |
| 9 | SV Mattersburg | 36 | 8 | 9 | 19 | 42:71 | -29 | 33 |
| 10 | SCR Altach | 36 | 8 | 6 | 22 | 56:90 | -34 | 30 |