Drei Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League gegen FC Fulham hat der
Hamburger SV seinen Trainer
Bruno Labbadia beurlaubt. Bis zum Saisonende wird Co- und Techniktrainer Ricardo Moniz als Cheftrainer fungieren und somit schon am Donnerstag beim Rückspiel gegen den englischen Premier-League-Klub auf der Betreuerbank sitzen. Mit Moniz wollen die Hamburger das große Saisonziel - das Europa-League-Finale im eigenen Stadion - doch noch erreichen.
Labbadia hatte die Mannschaft in der Sommerpause übernommen und mit dem HSV vor allem im Herbst für Furore gesorgt. Nach 10 Spieltagen war Hamburg noch ohne Niederlage und punktgleich mit Bayer Leverkusen an der Spitze. Nach der Hinrunde lag man immer noch auf Platz vier - nur zwei Punkte hinter dem derzeitigen Tabellenführer Bayern München. Doch in der Rückrunde lief es nicht mehr nach Wunsch. Der HSV konnte von den bisherigen 15 Frühjahrsspielen in der Bundesliga nur vier gewinnen. Zuletzt setzte es eine 0:1-Heimpleite gegen FSV Mainz und letzten Sonntag ein 1:5-Debakel in Hoffenheim. Dazwischen reichte es im Halbfinal-Hinspiel der Europa League nur zu einem torlosen Heimremis gegen Fulham.
„Wir haben die sportliche Situation analysiert und nach den Gesprächen entschieden, dass wir so nicht weitermachen können und wollen. Die jüngsten Auftritte gegen Mainz 05, den FC Fulham und in Hoffenheim haben bei uns den Eindruck erweckt, dass wir etwas ändern müssen, um das wichtige Spiel am Donnerstag in London erfolgreich zu bestreiten und in das Finale der Europa League einzuziehen", erklärte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann auf www.hsv.de.