2008-10-14
Die letzten Umbauarbeiten in den Hallen sind abgeschlossen, die Testspielserien beendet und mit dem Supercup der erste Saisontitel vergeben. Es kann wieder losgehen – mit neuem Liganamen, aber den alten Favoriten.
Allianz Swans Gmunden
Wie jedes Jahr ein großer Favorit auf den Titel – die Allianz Swans Gmunden. Den Abgang von Ian Boylen nutzt Coach Bob Gonnen zu einem Positionswechsel. Guard Peter Hütter wechselt auf die Position 3. Somit ist seit Jahren wieder Platz für einen US Point Guard. Anthony Fisher (Tennessee Tech) konnte schon in der Vorbereitung als Scorer in Erscheinung treten.
Die Abgänge der Inside Spieler Rashard Sullivan und Kevin Johnson wollen die Gmundner mit bekannten Spielern aus der Liga kompensieren. Vom Meister Fürstenfeld wechselte mit Shelton Colwell, der wohl auffälligste Insidespieler der letzten Saison, an den Traunsee. Gespannt darf man auf die Leistungen von Elijah Palmer sein, den das Gmundner Management vom Lokalrivalen WBC abwarb. Die verletzungsbedingten, konditionellen Probleme des letzten Jahres sollten Geschichte sein. Was er kann hat er in den Playoffs des letzten Jahres bereits gezeigt.
Der Kern des Teams blieb unverändert. Hütter, Mayes, Mayer, Stelzer, Schöninger, ..... Ein Garant für den Erfolg. Der erste wurde mit dem Supercup bereits eingefahren und heuer soll auch wieder der Meistertitel an den Traunsee. Die Europacupspiele sollten die Spieler wieder einen Schritt weiterbringen in Ihrer Entwicklung.
Fürstenfeld Panthers
Natürlich muss auch der Titelverteidiger zu den Topfavoriten gehören.
Ähnlich wie Gmunden hat Fürstenfeld Abgänge mit Spielern aus der Liga kompensiert. So wechselte Adam Boone, vom Vorjahresfinalisten Oberwart, zu den Panthers. Shawn Ray kehrte den Kapfenberg Bulls den Rücken und heuerte bei den Fürstenfeldern an. Mit Menelik Barbary ( 209 cm, CSU Sibiu ) hat man einen etwas anderen Spielertypen für die Centerposition geholt, als es Frazier und Colwell waren. Er ist beweglicher als die beiden. Mit Slobodan Ocokolic konnte ein sehr talentierter Spieler unter dem Korb gehalten werden. Er wird diese Saison mehr Verantwortung übernehmen müssen.
Der Altstar Miljan Goljovic ist freiwillig in die zweite Reihe gerückt. Er soll von der Bank kommend, vor allem in der Offensive für Impulse sorgen. Mit Dragan Miletic und Samo Grum hat man zwei weitere offensivstarke Spieler im Kader.
Wir gehen davon aus, dass dies noch nicht der endgültige Kader der Panthers ist. So wie im Vorjahr, könnte der eine oder andere Spieler noch während der Saison verpflichtet werden. Man darf gespannt sein wie das Projekt Fürstenfeld heuer funktionieren wird.
Saisonziel ist auf alle Fälle der Titel
Der Herausforderer!
Oberwart Gunners
Man kann den Gunners nur gratulieren. Bis auf Adam Boone und Domonique Crawford konnte der gesamte Kader gehalten werden. Yao Schäfer lassen wir mal außen vor, der war kein Faktor. Mit Marcus Stout ( 193 cm, Fordham) kommt ein Mann, von dem man sehr viel erwarten kann. In der Vorbereitung hat er schon sehr gute Leistungen gezeigt.
Ansonsten baut man wieder auf die Kräfte des Vorjahres. Jason Johnson, Jay Youngblood, und Marko Moric sind konstante Größen im Spiel der Gunners. Hannes Ochsenhofer und der hoffentlich heuer von Verletzungen verschont bleibende Hannes Artner haben bereits mehrfach gezeigt, dass auch sie die Gunners in schwierigen Situationen führen können.
Sollte es sich während der Saison zeigen, dass auf einer Position nachgebessert werden muss, kann man sicher sein das Andi Leitner wieder einen Spieler a la Crawford aus dem Hut zaubern wird.
Man darf gespannt sein. Die Gunnersfans werden auf jeden Fall wieder zum 6ten Mann – und mit diesem Publikum ist wieder einiges möglich.
Die Außenseiter
WBC Kraftwerk Wels
Wie jedes Jahr ein heiteres kommen und gehen beim WBC. Mit Anderson, Palmer, Davis, Stanek, Burianek und Pargfrieder verließen 6 Spieler den WBC. Jedoch konnten mit Klette und Archibald 2 gute Spieler gehalten werden.
Vor allem auf die Entwicklung Achibalds darf man gespannt sein. In der Vorbereitung musste er auf Grund kleinerer Verletzungen mehr Verantwortung übernehmen und wusste zu gefallen. Mit Davor Lamesic konnte der WBC einen Transfercoup landen. Man darf gespannt sein wann er voll in die Meisterschaft einsteigen wird – es wird vermutlich nicht mehr lange dauern, bis Davor im Trikot der Welser zu sehen ist.
Mit Ricky Moore kommt ein US College Champion (UCONN) zurück nach Wels. Er soll vor allem in der Defensive arbeiten und Woschank die nötigen Pausen bringen. Er war ein Jahr als Highschool Coach tätig – es wird seine Zeit dauern bis er wieder der Alte ist. Mit Brandon Thomas und Andrew Strait scheint es gelungen zu sein, 2 gute Spieler zu verpflichten. Thomas überzeugte in seinem ersten Jahr in Europa in der dänischen Liga mit 24,5 Pkt und 4,5 Rebounds. Strait kommt direkt vom College (Montana) und hat sich dort vor allem als Rebounder und solider Insidespieler einen Namen gemacht. Beide führten die Welser in der Vorbereitung in punkto Scoring an. Gespannt darf man auch auf die Rückkehr von Flagen Prince sein. In der Vorbereitung hatte er schon einige gute Phasen, die Konstanz fehlte jedoch noch verständlicherweise.
Das Ziel sind die Playoffs – wenn alles gut geht ist eine Überraschung möglich. Vorraussetzung dafür ist aber vor allem mehr Durchsetzungsvermögen gegen die Liganachzüger.
Kapfenberg Bulls
Michael Schrittwieser und seinem Co Midhat Kamenica ist auch heuer wieder einiges mit den Bulls zuzutrauen.
Die beiden US Guards Arnold Wayne und Jeremy Fears haben bereits in den Testspielen gezeigt, was in ihnen steckt. Vor allem Damir Zeleznik wird froh über die Unterstützung auf den Guardpositionen sein. Der Shootingstar der vergangenen Saison Momo Lanegger kann sich sicher im Windschatten der 3 Legionäre in ruhe weiterentwickeln.
Unter den Brettern sollen die altbekannten Ramiz Sulijanovic und Corey Hallet für die nötigen Rebounds und Punkte sorgen. Heinz Kügerl (St. Pölten) und Seyni N´Diaya (Güssing) konnten von Ligakonkurrenten verpflichtet werden. Es wurden zwar einige weiter Legionäre getestet, jedoch wurde vorerst vor einen Verpflichtung abgesehen. Michael Schrittwieser will vor allem Heinz Kügerl die Chance zu geben sich in einem Topteam zu etablieren.
Mit Josipovic und Knabl hat Trainer Schrittwieser 2 weiter Spieler zur Verfügung, die sehr viel Erfahrung mitbringen.
Man darf gespannt sein, wie die Bulls in die Saison starten und ob noch einmal nachgebessert wird. So wie man Schrittwieser kennt, wird sicher noch ein weiterer großer Spieler nach Kapfenberg kommen.
Autor: Tiny
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