Skandale im Fußball!

Luis Suarez bekämpft aktuell seine Sperre, was uns dazu bewegt hat über die aufregendsten Skandale der letzten Jahre im europäischen Fußball nachzudenken. Lies hier was wir herausgefunden haben:

Wir starten im WM-Finale von 2006 mit Zinedine Zidane. Der französische Superstar war damals der beste Fußballer des Planeten, wollte seine Karriere mit einem zweiten WM-Titel krönen und endgültig zur Legende werden. Das hat Zizou dann auch geschafft, wenn wohl auch nicht ganz so wie geplant. Statt einer überragenden Leistung und dem Gewinn der Weltmeisterschaft, sorgte er für ein anderes, unrühmliches Highlight. Nach anhaltenden Provokationen des italienischen Verteidigers Marco Materazzi, kam es zur Kurzschlussreaktion und Zidane rammte dem Italiener seinen Kopf in die Brust. Er wurde ausgeschlossen, musste am WM Pokal vorbei spazieren und sah sein Team im Elfmeterschießen verlieren. Was für ein bitteres Ende einer eigentlich sensationellen Karriere… Sieh die bewegenden Bilder nochmals hier:

Außerhalb des Spielfelds sorgte John Terry im Jahre 2010 für einen Riesen-Skandal. Ganz England drehte förmlich durch als kurz vor der WM in Südafrika an die Öffentlichkeit kam, dass der verheiratete John Terry eine Affäre mit der Frau seines damaligen Teamkollegen Wayne Bridge hatte. Terry verlor aufgrund des öffentlichen Drucks seine Kapitänsbinde in der Nationalmannschaft und Wayne Bridge verzichtete gar auf eine Teilnahme an der WM in der selben Mannschaft mit Terry. Die begehrte Dame in dieser Story war übrigens das französische Dessous-Model Vanessa Peroncell. John Terry wurde durch diesen Vorfall ein beliebtes Motiv diverser Internet-Memes und gilt seither als einer der größten „Frauenhelden“ in der Fußballwelt.

Wenig überraschend verweigerte Wayne Bridge, im nächsten Premier League Aufeinandertreffen mit John Terry, eben diesem, den obligatorischen Handschlag. Das Video dazu gibts hier:

Für weitere Premier League Skandale sorgte der junge Keeper von Arsenal – Wojciech Szczesny im Jahr 2012. Seinem Teamkollegen Aaron Ramsey teilte er mit „you look like a rapist“ nachdem dieser ein, zugegeben modisch fragwürdiges, Foto von sich gepostet hatte. Die natürlich als Scherz gemeinte Behauptung ging freilich zu weit und sorgte für große öffentliche Kritik. Szczesny bekam eine Kopfwäsche von Arsenal verpasst und musste sich öffentlich entschuldigen. Es blieb jedoch nicht bei diesem Faux-Pas des polnischen Nationalgoalys. Ebenfalls über Twitter kontaktierte er ein britisches Erwachsenen-TV-Model und bat sie ihn „anzurufen“ obwohl er in einer Beziehung steckte. Blöd nur, dass ihn Letesha Collins nicht anrief, sondern das Ganze öffentlich machte um ein Zeichen gegen untreue Fußball-Profis zu setzen. Zweifellos dürfte Szczesny daraufhin einige Probleme gehabt haben, das Ganze seiner Freundin zu erklären. Wir hoffen für ihn, dass er seine Lektion gelernt hat und in Zukunft zweimal darüber nachdenkt bevor er diverse Tweets versendet.

Als nächstes werfen wir einen Blick in das Land des Weltmeisters. Kevin Großkreutz sorgte dort erst kürzlich für einiges an Gelächter und Kopf schütteln. Beim Party machen in Köln geriet der Dortmunder mit einem „Fan“ aneinander und die Auseinandersetzung endete damit, dass Großkreutz den Fan mit einem Döner bewarf. Es folgte eine Anzeige wegen Körperverletzung. Nur wenig später ließ sich die Dortmunder Nr. 19 nach der Pokalfinal-Niederlage gegen die Bayern volllaufen und sorgte für einen Rieseneklat als er sich in der Lobby eines Berliner Nobelhotels erleichterte. Er hatte großes Glück, dass ihn Jogi Löw nur verwarnte und er trotz allem zur WM mitfahren durfte. Im Rahmen der Weltmeisterfeierlichkeiten musste er sich jedoch vom Schalker Julian Draxler folgendes gefallen lassen:

In früheren Zeiten war es ein gewisser Eric Cantona der immer wieder für einen Skandal gut war. Einmal schaffte er es gar für 6 Monate gesperrt zu werden. Wie er das angestellt hat? Er sprang einem Fan aus der ersten Reihe, der ihn zuvor rassistisch beleidigt hatte, mittels Kung-Fu-Tritt in die Brust. Selbstverständlich vor laufenden Kameras. Seht selbst:

Die polarisierendste Fußballpersönlichkeit ist aktuell unbestritten Luis Suarez. Der dauer-hungrige Stürmer aus Uruguay sorgt immer für Gesprächsstoff. Entweder durch seine überragenden Aktionen und Tore am Feld oder durch seine unverständlichen Ausraster und Skandale. Bereits während seiner Zeit in Amsterdam biss er erstmals zu. Oman Bakkal war das Opfer und Suarez wurde für 7 Spiele gesperrt. Während der WM in Südafrika wurde er dann zum zweifelhaften Helden für Uruguay durch seine Parade auf der Linie, die ihnen, dank des vergebenen Elfmeters von Ghana, den Aufstieg ins Halbfinale einbrachte. Im Oktober 2011 äußerte sich Suarez mehrfach rassistisch gegenüber Patrice Evra und fasste dafür eine Sperre über weitere 8 Spiele aus. Im April 2013 wurde dann Branislav Ivanovic zum Opfer von Suarez‘ Heißhunger. Der Chelsea Akteur wurde in die Schulter gebissen und die Folge war eine Sperre von 10 Spielen. Auch das reichte scheinbar nicht aus um den Uruguayer zur Vernunft zu bringen. Wir alle kennen noch die Szenen gegen Chiellini im Rahmen der WM 2014 und die lächerlichen Versuche Suarez‘ sich rauszureden (siehe Video unten). Die Sperre der FIFA viel diesmal drakonisch aus: 4 Monate kein professioneller Fußball. Suarez hofft jedoch auf eine Reduktion der Sperre durch den CAS in den nächsten Tagen und auch der FC Barcelona reagierte schnell. Der neue Vertrag des Offensivkünstlers beinhaltet eine „Beiss-Klausel“, welche Suarez dazu zwingt ein Drittel seines Gehalts zurück zu bezahlen sollte er wieder in eine Beiss-Affäre verwickelt werden!